DIE ZEIT veröffentlicht erstmals Suchmaschine zu den Personalakten von SA und SS – Kooperation mit dem Bundesarchiv
Die ZEIT macht erstmals Hunderttausende Personalakten der NS-Täterorganisationen SA und SS öffentlich zugänglich und nach Namen durchsuchbar. Mithilfe der Suchmaschine können Nutzerinnen und Nutzer ab sofort in Mitgliederlisten, Stammkarten oder Musterungsbögen nach ihrer eigenen Familie suchen und deren Vergangenheit recherchieren. Die rund 9,6 Millionen Seiten umfassende Datenbank basiert auf Unterlagen aus dem ehemaligen Berlin Document Center, die als Mikrofilmkopien im US-Nationalarchiv liegen und in Teilen digitalisiert wurden.
Wie schon bei der Aufbereitung der NSDAP-Kartei hat die ZEIT für die Suchmaschine Millionen Dokumente mithilfe von KI-Sprachmodellen analysiert. Auf diese Weise konnten 490.000 Namen historischen Dokumenten zugeordnet werden. Aus ihnen geht nicht nur eine etwaige Mitgliedschaft in SA oder SS hervor, sie ermöglichen oft tiefere Einblicke zur Rolle der Personen im NS-Staat. Für zusätzliche 585.000 Personen gibt es Hinweise auf weitere Akten. Bei der Auswertung wurde die ZEIT durch Experten des Bundesarchivs unterstützt. Die ZEIT stellt wiederum dem Bundesarchiv kostenlose Zugänge zu den Suchmaschinen zur NSDAP sowie zu SA und SS zur Verfügung.
Hier geht es zur Suchmaschine: www.zeit.de/wissenschaft/geschichte/2026-07/akten-ss-sa-nationalsozialismus-familienmitglieder-suche